Art des Projekts: Bachelorarbeiten der Universität Trier

Betreuerin: Dr. Miriam Marzen, Physische Geographie, Universität Trier

Kooperationspartner: Dr. Roger Funk, AG Bodenerosion und Rückkopplungen, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung

Über das Projekt

Winderosion ist ein Prozess, der Fruchtbarkeit und Ertrag des Standorts nachhaltig beeinflussen kann. Sandige Böden und große Ackerflächen begünstigen windinduzierten Nährstoffaustrag, Feinstaubbelastung und Bodendegradation. Trotz der kleinräumigen Strukturierung kann das Havelland, gerade unter Klimawandelbedingungen, zunehmend von Winderosion betroffen sein.

Ein mobiler Windkanal ist ein hochspezialisiertes Gerät, das dazu dient, durch Wind angetriebene Erosionsprozesse auf kleinen räumlichen und zeitlichen Skalen zu untersuchen und zu quantifizieren, wobei der Fokus auf den Oberflächeneigenschaften liegt. Der Tunnel simuliert ein Erosionsereignis, indem er einen Luftstrom mit einer Geschwindigkeit erzeugt, die ausreicht, um Bodenmaterial abzulösen und zu transportieren. Die Untersuchung natürlicher bzw. ungestörter Bodenoberflächen trägt maßgeblich zum Prozessverständnis sowie zur Quantifizierung von Transport und Emission von mineralischen und organischen Partikeln bei.

Für dieses Projekt und die B.Sc. Arbeiten wurden Windtunneltests durchgeführt auf Oberflächen mit

  • unterschiedlichen Wuchsstadien/ Bedeckungsgraden des bereits aufgegangenen Getreides,
  • unterschiedlicher Ausrichtung der Furche in Bezug zum Wind
  • unterschiedlichen Bodenfeuchtigkeiten.